letʹs Bee friends

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“   -  Albert Einstein, 1949

Kaum setze ich einen Fuß in den Garten und schon höre ich das vertraute Summen und Brummen der Insekten. Bienen, Hummeln, Wespen, Hornissen und viele weitere Geschöpfe tummeln sich überall und verwandeln diesen stillen Ort in einen Lebhaften - wie von der Natur geküsst. Was mir früher als völlig selbstverständlich vorkam, ist jetzt ein Privileg, welches ich mit jedem weiteren Tag mehr und mehr zu schätzen weiß. Es ist so einfach die Augen vor etwas zu verschließen, doch sind sie erst einmal geöffnet, ist es schwer den Blick wieder abzuwenden. Das Bienensterben sollte für Jeden ein Thema darstellen und ernst genommen werden - Warum?

In Deutschland sind ungefähr 550-560 Wildbienenarten (hierzu zählen auch die Hummeln) heimisch, von denen laut des Bundes für Umwelt und Naturschutz 31 Arten vom Aussterben bedroht sind. 197 Arten gelten als höchst gefährdet und weitere 42 Gattungen stehen auf der Risiko-Liste. Zwar nimmt die Anzahl an Honigbienen seit den letzten 10 Jahren durch verstärkte Imkerei wieder zu, dennoch erliegen immer mehr Wildbienen den Folgen des Insektensterbens. Seit 1989 ist die Zahl der Insekten um ganze 76% zurückgegangen, dabei müssen 80% aller Pflanzenarten von Insekten bestäubt werden, damit sie existieren können. Stellt euch nur vor was passiert, wenn das Insektensterben noch größere Ausmaße annimmt. Was passiert mit den 60% aller Vogelarten, welche auf die Nahrung durch Insekten angewiesen sind? Was passiert mit der Natur und mit unseren Lebensmitteln? 

Wir alle sind auf das Überleben dieser nützlichen Lebewesen angewiesen - gleichzeitig sind wir der Grund, weshalb sich der Kreislauf des Lebens irgendwann nicht mehr schließen, sondern schwinden wird. 

Die Honigbiene ist eine hochgezüchtete Bienenart und hat mit den Wildbienen nicht sonderlich viel gemein. Während sie durch den Schutz des Imkers vor den meisten äußerlichen Einflüssen bewahrt werden kann, ist die Wildbiene in ihrer Lebensqualität deutlich eingeschränkter. Ihre Lebensdauer beträgt nur 4-6 Wochen, da sie, anders als die Honigbiene, einen geringeren Aktionsradius und somit weniger Futtermöglichkeiten hat. 

Dazu kommen weitere natürliche Regulationsmechanismen wie Parasiten, Krankheiten und Wetterbedingungen, welche eine rasche Ausbreitung verhindern und die Populationsdichte der Wildbienen einschränken. Nichtsdestotrotz darf die Honigbiene nicht vernachlässigt werden. 

Was können wir also tun, um den Schutz der Insekten zu gewährleisten?

Ihr braucht nicht viel, um aus eurem Garten einen Rückzugsort und Lebensraum für sämtliche Bienenarten zu machen. Stellt zunächst sicher, ob ihr bienenfreundliche Pflanzen in eurem Garten habt. Wenn nicht, achtet beim nächsten Garteneinsatz darauf, dass ihr euch Pflanzen derart besorgt. Es gibt zahlreiche Blütenmischungen für Bienen. Sie bevorzugen vor allem Wildblumen. Schaut doch einfach mal im nächstgelegenen Baumarkt vorbei - dort werden bienenfreundliche Pflanzen oft sogar ausgeschildert. Falls das nicht der Fall sein sollte wendet euch an einen Mitarbeiter. Weder vom Preis, noch von der Schönheit unterscheiden sich die Pflanzen, welche für die Bienen am attraktivsten sind. Meiner Erfahrung nach sind diese sogar ergiebiger, da sie meistens mehrjährig sind und eine lange Blütezeit haben. Ich habe euch hier mal eine Liste der Blumen zusammengestellt, die ich in meinem Garten habe und die wirklich gern und oft  besucht werden. Auch Bienen werden durstig, vor allem nachdem sie weite Flugstrecken zurückgelegt haben. Falls ihr keine natürliche Wasserquelle in eurem Garten habt, könnt ihr ganz einfach eine Bienentränke aufstellen. Wie ihr eine basteln könnt und wo ihr sie am besten platziert, erfahrt ihr hier. Habt ihr das nun alles umgesetzt - warum nicht gleich einen Unterschlupf bauen? Wildbienen sind sehr aufgeschlossen über die Wahl ihres Nistplatzes, dennoch eignen sich nicht immer alle Insektenhotels, die ihr in Baumärkten etc. erwerben könnt. Worauf ihr achten müsst und wie ihr ein Wildbienenhotel einfach selber bauen könnt, erfahrt ihr auch bals hier auf meinem Blog.

Ich hoffe ich konnte euch ermutigen etwas für diese liebevollen Lebewesen zutun. 


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